koller.blog

    Ganz nach unserem Versprechen: «Wir machen unsere Kunden erfolgreicher» schreiben wir aus der täglichen Praxis über Themen, die uns im Austausch mit euch beschäftigen – mit Weitsicht und mit dem Ziel: praktische Tipps und Inspiration für deinen Marketingalltag weiterzugeben.

     

    01. Dezember 2020 Mythos TikTok 

    03. November 2020 Der Corona-Effekt: 4 Zukunftsszenarien für Wirtschaft und Gesellschaft  

    25. September 2020 Marketingstrategie  

    1. Dezember 2020

    MythosTikTok

    Findest du Tiktok eher peinlich? Dann liegt es wohl daran, dass du nicht zur Generation Z gehörst. Die Plattform aus China ist einfach, lustig und eine erfrischende Abwechslung zu ernsthafteren Pendants wie Twitter. Die irrelevanten Videos können einen stundenlang in den Bann ziehen.

    Eins vorweg
    Instagram-Reels  und Tiktok  bieten für Unternehmen weitgehend dieselben Möglichkeiten. Doch was sind Instagram-Reels und was macht Tiktok zur Social-Media-Plattform der Stunde?

    Eine Übersicht
    Instagram ist eine App zum Teilen von schönen Bildern und kurzen Videosequenzen. Tiktok ist die App für Kurz-videos, ähnlich, wie wir es bereits von Youtube kennen. Die Länge der Videos ist bei Tiktok auf 60 Sekunden limitiert. Die Bearbeitung der Kurzfilme erfolgt direkt in der Tiktok-App mit diversen Filtern, Effekten und einer umfangreichen Musikbibliothek. Mittlerweile gleicht sich Instagram der App aus China an, und in den Instagram-Reels können ebenfalls Live-Videos aufgenommen, mit Filtern hinterlegt und mit Musik unterlegt werden.

    Die Unterschiede zeigen sich auch in den Nutzerzahlen. Tiktok zählte diesen Sommer 700 Millionen Nutzer welt-weit, meist junge bis ganz junge Personen. Rund 15 Prozent der Nutzer sind über 35 Jahre alt. Instagram nutzen mehr als 1 Milliarde Menschen aktiv, die meisten zwischen  18 und 35 Jahre alt, Frauen und Männer gleichermassen verteilt.

    Kürzlich war Tiktok bei den US-Wahlen sehr präsent, da viele Tiktoker zu Aktivisten wurden, die den vormaligen US-Präsidenten an seinen Wahlveranstaltungen blosszustellen versuchten. Ein Beispiel dazu findest du hier. 

    03. November 2020

    Der Corona-Effekt:
    4 Zukunftsszenarien für Wirtschaft und Gesellschaft

    Wie leben und wirtschaften wir nach der Pandemie? Darauf hätten wir wohl alle gerne eine möglichst klare Antwort. Denn daran hängt unser aller Wohl. Diese vier Zukunftsszenarien des Zukunftsinstituts können helfen, sich von den möglichen Auswirkungen für die eigene Situation ein Bild zu machen.

     

    Dass es einfacher ist, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, zeigt die Tatsache, dass man Informationen und Statistiken zu Vergangenem in beliebigen Mengen findet. Für die Deutung der Zukunft hingegen, da hat man nichts Messbares in den Händen. Das hat gerade die Zeit des Lockdowns im Frühjahr deutlich gezeigt. Fast das einzige zum Thema waren die Prognose-Szenarien der KOF, der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Allerdings beschränkten sich die Schweizer Zukunftsprognostiker mit Szenarien für die Entwicklung des Brutto-Inlandproduktes BIP. Da musste jeder Geschäftsleiter, Verwaltungsrat, Firmeninhaber oder Politiker selber eine Ahnung entwickeln, was es für sie oder für ihn bedeuten könnte.

     

    Szenarien anstelle Prognosen

    Die Zukunft ist nicht einfach zu deuten. Deshalb arbeiten Zukunftsforscher mit Szenarien von möglichen Entwicklungen. Denn eines ist klar: Nach der Corona-Krise ist nichts mehr wie es einmal war. So ungewiss der konkrete Verlauf der Krise aktuell erscheint: Mit den Methoden und Werkzeugen der Trend- und Zukunftsforschung lassen sich die möglichen Folgen der Pandemie einschätzen. Das Zukunftsinstitut Deutschland hat vier Szenarien entwickelt, die beschreiben, wie unsere Zukunft nach der Pandemie mittelfristig aussehen könnte (vom koller.team für Schweizer Verhältnisse leicht modifiziert):

     

    Szenario 1: Totale Isolation – alle gegen alle

    Am Anfang war der Shutdown – und der Shutdown ist zur Normalität geworden. Es ist normal, beim Betreten von Bus oder Bahn den Chip im Handgelenk zu scannen oder sich vor dem ersten Date gegenseitig die Gesundheitsdaten zu schicken. Bei der Ausreise aus der Schweiz brauchen wir eine Genehmigung. Für Länder ausserhalb der EU muss sogar ein langwieriges Visumverfahren durchlaufen werden. Handelsabkommen einzelner Staaten untereinander gewährleisten die Grundversorgung, aber auch nicht mehr. Wir leben in der totalen Isolation und haben uns daran gewöhnt.

     

    Szenario 2: System-Crash und permanenter Krisenmodus

    Das Virus hat die Welt ins Taumeln gebracht, und sie kommt nicht mehr heraus. Die Fokussierung auf nationale Interessen hat das Vertrauen in die globale Zusammenarbeit massiv erschüttert. Jede Nation ist sich selbst die Nächste. Die Sorge vor einer erneuten Pandemie macht jede noch so kleine lokale Verbreitung eines Virus zum Auslöser drastischer Massnahmen, von Grenzschliessungen bis zum Kampf um WC-Papier und medizinische Geräte. An die internationale Zusammenarbeit glaubt kaum noch jemand. So wankt die Welt nervös in die Zukunft.

     

    Szenario 3: Der Rückzug ins Private

    Nach der Corona-Krise entwickelt sich die globalisierte Gesellschaft wieder stärker zurück zu lokalen Strukturen. Es wird mehr Wert denn je auf regionale Erzeugnisse gelegt. Die Kartoffel vom Bauern nebenan ist die neue Avocado, an die angesagtesten Drinks im Szene-Lokal denkt niemand mehr. Die Rückbesinnung auf Familie und Haus und Hof hat Einzug gehalten. Kleine Gemeinschaften entstehen neu und verfestigen sich – immer in vorsichtiger Abgrenzung zu «den Anderen». Nachhaltigkeit und Wir-Kultur sind wichtige Werte, die jedoch nur lokal gedacht werden, nicht global.

     

    Szenario 4: Die resiliente Gesellschaft

    Die Welt lernt und geht gestärkt aus der Krise hervor. Wir passen uns besser den Gegebenheiten an und sind flexibler im Umgang mit Veränderungen. Die Weltwirtschaft wächst zwar weiter, aber deutlich langsamer, mancherorts zeigt sich bereits Stagnation. Unternehmen in solchen Umfeldern brauchen neue Geschäftsmodelle und müssen unabhängiger vom Wachstum werden. Damit stellt sich automatisch die Sinnfrage nach dem Zweck des Wirtschaftens: Immer mehr Profit? Oder vielleicht doch bessere, sozial und ökologisch vorteilhaftere Problemlösungen für Kunden und andere Stakeholder? Eines ist klar: Das gemeinsame Überstehen der Krise verhilft zu einem neuen, achtsamen Umgang miteinander.

     

    Und was nützt dir das?

    Bewerte nicht, welches der Szenarien dir am besten gefällt oder nützt. Breche die vier Szenarien für deine persönliche Situation herunter: Für deine Firma, deinen Verband, deine berufliche Situation, deinen Kanton, deine Gemeinde, deine Organisation. Das Whitepaper des Zukunftsinstitut kann dir dabei eine wertvolle Hilfe sein, weil die vier Szenarien in weitere Teilbereiche aufgeschlüsselt werden. Hier kannst du das Original herunterladen 

     

    Wir wünschen dir viel Glück und eine erfolgreiche Zukunft
    koller.team, Denkstatt für Zukunftsentwicklung

     

    Quelle: Zukunftsinstitut, Deutschland.

    25. September 2020

    Mit wem redest du?

    5 Tipps und Gedanken zur Zielgruppendefinition

     

    Kennst du deine Zielgruppen? In der Praxis stellt man immer wieder fest, dass dies nur unzulänglich der Fall ist. Dabei ist die Definition der Zielgruppen eine der wichtigsten Grundlagen für die Marketing-Kommunikation

    Wer seine Zielgruppen nicht kennt, hat keine Basis, um Marketing-Entscheidungen zu treffen. Es macht einen Unterschied, ob man 20-jährige Frauen oder Männer im Pensionsalter ansprechen will. Beide Gruppen brauchen unterschiedliche Produkte oder Dienstleistungen, sprechen eine andere Sprache, sind auf völlig unterschiedlichen Kanälen zu erreichen. Wer nicht weiss, mit wem er reden will, fällt in der Folge eine ganze Reihe falscher Entscheidungen.

    «Eigentlich alle» = niemand
    In der eigenen Ratlosigkeit flüchten viele in die Ausrede-Antwort: «Eigentlich alle». Dabei ist das so ziemlich die nutzloseste Marketingentscheidung.

    Schritte zur Definition deiner Zielgruppe

    1. Deine bisherigen Kunden
    Am einfachsten fängst du bei deinen bestehenden Kunden an:

    • Wer kauft und bestellt heute in deinem Unternehmen?
    • Wer sind deine Stammkunden?

    Notiere dir die Namen oder greif’ auf dein CRM-System zurück, sofern Daten zur Verfügung stehen.

    Lassen sich Gruppen bilden mit ähnlichen Bedürfnissen, Problemen, Wünschen?

    • Welche sind die Wichtigsten, weil sie am meisten zum Erfolg des Unternehmens beitragen?
    • Welches sind die besten, treuesten Kunden?
    • Welchen kann (oder könnte) ich am meisten bieten?
    • Welche möchte ich am liebsten loswerden und meiner Konkurrenz verschenken?


    Weise deine Kunden solchen und weiteren Gruppen zu. Und, denk’ dran: «Alle» ist nie eine Zielgruppe. Eher eine Ausrede, wenn man sich zu wenig Gedanken machen will.


    2. Definiere deine künftigen (Wunsch-)Kunden
    Um dein Geschäft zu entwickeln, bist du darauf angewiesen, ständig neue Kunden anzusprechen.

    • Welche Kundengruppen passen am besten zu deinen Leistungen und Stärken?
    • Welchen Gruppen hast du am meisten zu bieten?
    • Aus welchen Gelegenheitskunden möchtest du treue Stammkunden machen?



    Definiere nun Deine Zielgruppen
    Nun kannst du deine Zielgruppen festlegen. Betrachte und bewerte deine Notizen aus den ersten beiden Schritten:

    • Welches sind meine Haupt-Zielgruppen?
    • Welches sind meine Neben-Zielgruppen?


    Im Marketing sind oft noch weitere Zielgruppe zu bearbeiten:
    4. Wer sind die Beeinflusser meiner Käufer und Kunden?

    Fällen deine Kundinnen und Kunden den Kaufentscheid immer selber? Oder gibt es Personen oder Gruppen, welche einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungen deiner Zielgruppen nehmen?

    • Der Zahnarzt, der eine bestimmte Zahnpflege empfiehlt.
    • Die Partnerin, welche dem Mann sagt, welche Kleider passen und wo die Beratung stimmt.
    • Die Assistentin, welche für die Geschäftsleitung den Ort des nächsten Seminars auswählt.
    • Die Mitarbeitenden, welche beim CEO wünschen, welche Büromöbel am schönsten wären.


    Oft lohnt es sich, Beeinflusser separat zu bearbeiten.


    5. Wenn du es noch etwas perfekter willst
    Wenn dir das Resultat noch zu wenig griffig ist, kannst du zu jeder Zielgruppe das Profil eines typischen Vertreters oder einer Vertreterin erstellen. Schäle eine typische Person heraus und beschreibe sie:

    • Mann oder Frau?
    • Wie alt ist die Person?
    • Wo und wie wohnt sie?
    • Hat sie Kinder?
    • Wie ist die berufliche Situation?
    • Und die familiäre, gesellschaftliche Stellung?
    • Warum kann ich gerade dieser Person mit meinem Angebot etwas bieten?



    Weiter zum nächsten Schritt
    Die Definition der Zielgruppe steht am Anfang. Nun lassen sich weitere Entscheidungen ableiten, wie beispielsweise:

    • Die passende Strategie
    • Art der Werbemittel
    • Bild- und Textsprache
    • Mediakanäle: Social Media, Zeitungen, Zeitschriften, Direktwerbung

    Anmeldung

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